Studieren in China
歡迎 … Herzlich Willkommen! Die chinesische Volksrepublik öffnet Stück für Stück seine zuvor sozialistisch verschlossenen Tore. Was vor gut 30 Jahren in der Reformära langsam unter der Führung von Deng Xiaoping für einig Wirtschaftszweige begann, wird nun teilweise in anderen gesellschaftlichen Bereichen weiter fortgesetzt. Spätestens seitdem China 2001 der WTO (World Trade Organisation) beigetreten ist, verflechten sich unter dem Druck der Globalisierung nicht nur politische und ökonomische Handelswege, sondern auch immer mehr Aus- und Weiterbildungsstrukturen. Aufgrund der Tatsache, dass China rund ⅙ der Weltbevölkerung stellt und bereits jetzt die drittgrößte Handelsmacht der Welt ist, versuchen immer Jungakademiker und motivierte Arbeitskräfte sich die chinesische Sprache anzueignen. Erst im März 2010 bestätigte das Auswärtige Amt, dass trotz weltweiter Finanzkrise China in letzten beiden Jahren Wachstumsraten von 9,6 (2008) und 8,7 (2009) Prozent aufwiesen konnte. 2008 betrug der europäische-chinesische Handelsvolumen 426 Milliarden USD.
Credits sammeln in China
Die wachsende weltweite Bedeutung in vielen unterschiedlichen industriellen, kulturellen und gesellschaftpolitischen Bereichen, lässt die (inter-)nationale Bildungsabteilung nicht außen vor – ganz im Gegenteil. Die Hochschulen Chinas verzeichnen einen immer größer werdenden Anstieg der finanziellen Unterstützung im Ausbau, Erneuerungen bzw. Neugründungen von Bildungsinstitutionen, -strukturen und –angeboten. Zurzeit befinden sich mehr als 350 Hochschulen im internationalen Austausch, so dass bis heute rund 8000 Studenten den Wunsch von einem Studium in China nachgehen konnten. Das internationale Interesse stößt auf ein Angebot, dass sich mit englischsprachigen Kursen und ganzen Studiengängen auf den weltweiten Bildungswunsch einstellt. Auch auf europäischer Seite ist mit der Einleitung des Bologna Prozesseses eine Vereinheitlichung der unterschiedlichen nationalen Schulsysteme zu vermerken. Ziel hierbei ist es identische Abschlüsse und einem Eurpean Credit Trade Systems (ECTS) einzuführen, um Mobilität und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu erhöhen. Durch diese Homogenität wird es den chinesischen Universitäten und anderen Hochschulen entscheidend erleichtert sich auf den europäischen Studentenverkehr einzustellen.
Drei Wege zum Studim in der Volkrebublik
Grundsätzlich stehen deutschen Studenten drei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung ein Studium in China zu absolvieren:
Im Rahmen eines Gaststudiums ist es möglich ein bis zwei Semester in der Volksrepublik zu studieren. Durch das deutsch-chinesische Abkommen sind nahezu alle chinesischen Kurse an deutschen Hochschulen anerkannt und lassen sich so in das bestehende Credit System integrieren. Zu beachten ist dabei nur, dass es eigentlich unmöglich ist in dieser begrenzten Zeit sich wirklich zu integrieren, Menschen und Bräuche kennenzulernen und zu verstehen, geschweige denn die Sprache zu beherrschen. In einem Vollzeitstudium, das den international anerkannten Bachelor/Master/Doktor – Systemen ähnelt, wird es den Studierenden ermöglicht das komplette Studium, angefangen von der Immatrikulation bis hin zur Verabschiedung, in China zu verbringen. Einziger Haken ist der erhöhte finanzielle und organisatorische Aufwand und die begrenzte Verfügbarkeit an Studienplätze. Dabei erlaubt die temporäre Spanne eine intensive Auseinandersetzung mit der uralten Kultur oder der sehr komplexen Sprache mit den verschiedenen Arten der Kalligrafie. Schon Schulkinder lernen ca. 3000 verschiedene Schriftzeichen, die im Laufe des Lebens eines gebildeteren Chinesen auf bis zu 6000 Zeichen anwachsen können. Eine weitere Alternative besteht aus einem weiterführenden Aufbaustudium. Das auf zwei, oder mehrere, Semester angelegte Studium eignet sich vorerst für Akademiker, die bereits im Besitz eines Hochschulzeugnisses sind und die ihr Fachwissen in eine bestimmte Richtung vertiefen wollen. Der zeitliche und finanzielle Rahmen kann individuell gestaltet werden, so dass sich dieser Weg vermehrter Beliebtheit erfreut. Günstige Mieten und Mietkautionen sind ein wesentlicher Vorteil Chinas.
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