Fernstudium

Von: prigo am 21. Juni 2010

Eingeschränkte Mobilität, regulärer Berufsalltag, Kinder… die Gründe, die für manche ein traditionelles Studium unmöglich mach, oder mit erheblichen Mehraufwand verbunden sind, sind sehr vielseitig und einleuchtend. Als häufigstes zitiertes Beispiel dient die alleinerziehende Mutter, die tagsüber mit den Kindern und mit einem kleinen Nebenjob beschäftigt ist und abends ihr Abitur nachholt oder per Fernstudium ihre akademische Laufbahn weiter ausbaut. Doch der Pool derer, die sich für ein Fernstudium entscheiden ist viel abwechslungsreicher als man zu denken glaubt.

Technischer Fortschritt beflügelt das Fernstudium

Dies liegt einerseits an dem großen Angebot von qualifizierten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und andererseits an den sich weiter entwickelnden technischen Gegebenheiten. Was früher nur mit teuren Brief- und Postsendungen möglich war, geschieht heute zu 99% auf dem digitalen Weg. Das erleichtert nicht nur die Taschen vom Briefträger, sondern reduziert auch die anstehenden Kosten und unnötige Wartezeit. Das E-Learning impliziert zudem auch ganz andere Möglichkeiten des effektiven Lernens. Sogenannte Web-Base-Trainings (WBT) und (CBT) Computer-Base-Trainings sind in diesem Zusammenhang als Schlüsselwörter zu nennen. WBTs sind im Prinzip nichts anderes als Lernprogramme die im Internet jederzeit abrufbar sind. Die Studenten erhalten hierzu passende Passwörter und wenn nötig spezielle Software, die es dann ermöglicht Units, oder Lernkapitel, zu erarbeiten. CBTs sind im Grunde identisch mit WBTs, nur dass man zur Bearbeitung nicht mit dem Internet verbunden sein muss. Alle relevanten Lerndaten liegen dann im Rechner oder auf dem Server bereit und können je nach zeitlicher Verfügbarkeit abgerufen und bearbeitet werden. Selbst pausen lassen sich so natürlich an den individuellen Bedürfnissen anpassen. Häufig wird bei den Lernprogrammen verschieden Methoden angewandt. Zum Beispiel ist die Interaktivität sehr oft integriert, so dass die User durch anklicken, verschieben oder benennen von grafischen Gegenständen ihr bereits angeeignetes Wissen anwenden können. Dies fördert nicht nur die Konzentration, sondern schult auch die praxisnahe Anwendung. Die Vermittlung geschieht auf dem schriftlichen, auditiven und visuellen Weg unter anderem inForm von Videos oder kleinen Clips. Bei weiterem Gesprächsbedarf sind nicht selten Foren eingerichtet, in denen Fragen gestellt werden können, Anregungen und Verbesserungsvorschläge genannte werden oder auch außerstudentische Themen diskutiert werden.
Es ist bei Hochschulen zudem sehr verbreitet, dass speziell im Grundstudium ganze Vorlesungen und Veranstaltungen über CBTs oder WBTs absolviert werden. Die Vorteile liegen hier noch deutlicher auf der Hand. Erheblich Raumkosten werden gespart, der Aufwand bei Korrekturen wird sehr stark reduziert, so dass die Summe der Einsparungen eine weitere Verkürzung der Mitarbeiteranzahl des Lehrstuhls ermöglichen kann. Individuelle Beratung und genaue Erläuterungen sind ebenfalls auf elektronischem Wege denkbar. Auch die Professoren rüsten ihre Vorlesungsmethoden langsam um. Viele Vorlesungen sind schon als Stream, Podcast oder als Download, natürlich verschlüsselt, im Netz verfügbar. So kann man teilweise keinen wirklich qualitativen Unterschied zwischen einem Hochschulstudium und einem Fernstudium feststellen.

Studium bei der Arbeit?

Der häufigste Grund für den Beginn eines Fernstudiums ist und bleibt die Arbeit. Wer sich nun aber fachspezifisch weiterbilden möchte, sollte dies nur nicht isoliert auf eigene Faust versuchen. Arbeitgeber sind grundsätzlich sehr am Wissenszuwachs ihrer Belegschaft interessiert und fördern teilweise nicht nur das Stadium, sondern können für einen Zeitentlastungsausgleich sorgen, oder aber auch in eine kollektive Lerngruppenweiterbildung investieren. So kann es auch möglich sein zusammen mit Kollegen ein Fernstudium zu beginnen. Erholung vom Studium gesucht? Eine Kreuzfahrt bietet die totale Erholung.

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