Eventmanagement studieren
Keine großer Veranstaltung, Party, Konzert oder Ausstellung kommt ohne sie aus, sie sind eigentlich immer im Hintergrund und treten nur in Erscheinung, wenn etwas Unerwartetes oder Unvorhersehbares passiert und sie bekommen dennoch kein Applaus oder Lob des Publikums –die Rede ist natürlich von Manager, genauer und moderner gesagt vom Eventmanager.
Einer für alles und jeden
Wer kümmert sich um die Elektrik, die Security oder das Catering? Natürlich die Elektriker, die Sicherheitsfirma und das Cateringunternehmen, aber wer sorgt dafür, dass aller am richtigen Ort, zur richtigen Zeit mit dem nötigen Material in ausreichender Menge vorhanden sind? Da wiederum treten die genannten Herren und Damen in Erscheinung, die mit der Planung und Organisation schon lange vor Veranstaltungsstart begonnen haben. Eventmanagement dürfte kein Beruf für Menschen sein, die geregelte Arbeitszeiten schätzen und die bei Problemen schnell in Hektik verfallen. Gerade bei großen Events geschehen dutzende nicht planbare Dinge und Situationen, die schnelles organisatorisches Handlungsvermögen erfordern. Oft haben Eventmanger mehr als nur ein Handy in der Tasche, um bei der Veranstaltung über jede noch so kleine Baustelle informiert zu werden. Die Toilette ist verstopft, Stromausfall, die Zapfanlage funktioniert nicht oder der Gitarrist der Band hat sich die Hand gebrochen…, wenn das Handy klingelt sind es oft keine guten Nachrichten, die eine rapide Lösung erfordern. Eine kleine Zeitverzögerung kann sich über den ganzen Abend oder Tag hin ausdehnen, so dass es zu erheblichen Engpässen kommen kann, deren Verantwortung immer beim Koordinator liegt – nämlich dem Manager!
Das Studium
Ein Studium gibt einem bei diesem schönen, aber sehr zeitinvolvierten Beruf das nötige theoretische Hintergrundwissen, wie man mit den hier beschriebenen Stresssituationen umgeht, bzw. sie präventiv im Vorfeld der Organisation umgehen oder zumindest minimieren kann. Der Studieneinstieg kann im Bereich Eventmanagement, allerdings auf sehr unterschiedliche Weise geschehen. Als Veranstaltungskaufmann kann der Karrierestart genauso beginnen, wie mit einem dualen Studium. Bei der letztgenannten Variante muss allerdings ein Ausbildungsvertrag vor Studienbeginn vorliegen. Dieser Bachelor/- und Masterstudiengang wird auch als Veranstaltungsmanagement bezeichnet und ist nicht selten mit fachbezogenen Pflichtpraktika verknüpft. Die Seminare und Vorlesungen im Studium decken eine weite Bandbreite der Betriebswirtschaftslehre ab. Rechnungslegung, Finanzierung oder Marketing zum Beispiel sind Grundbausteine der Ausbildung und dienen später als Basis und als Werkzeug eines jeden Eventmangers. Auch volkwirtschaftliche Aspekte werden hier angesprochen und juristische Punkte, die bei Events und Veranstaltungen eine Rolle spielen, werden vertiefend behandelt. In dem Hauptfach Eventmanagement wird gezielt auf zukünftige Problemfelder eingegangen, wie sie zum Beispiel in der Eventlogistik oder bei PR-Arbeiten auftreten können. Sprach-, Moderation- und Präsentationsförderungen runden das Studium ab, so dass man mit einer guten Ausbildung und dem nötigen Know-how eine gewisse Planungs- und Organisationstechnik beherrscht, die einem in diesem Beruf nicht nur die nötige Sicherheit gibt, sondern auch eine gewisse Ruhe und Gelassenheit spendet, die sich auch auf das restliche Team und das Arbeitsumfeld auswirken kann.
Am Ende soll statt des enormen Stresses und den schon beschriebenen Druck dieses Berufes noch einmal die Vorteile und die schönen Seiten des Eventmanagers beschrieben werden. Wenn es zum Beispiel um eine Messe für regenerative Energien in Asien geht und mittels Veranstaltungsmanagement in China mehrere tausend unternehmerische Anfragen und Aufgaben auf den Eventmanager einströmen, ist man nicht nur in einer entscheidenden machtvollen Positionen, bei der man viel Geld verdienen kann, sondern ist auch in der Lage seine eigenen Ideen und Pläne zu verwirklichen.
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